Der Druck der Straße…
So beschreibt die MZ den schnellen Erfolg der Bürger von Insel, die beiden ‘armen’ Sexualstraftäter loszuwerden. Potentielle neue Opfer wären ja in ihrem Sinne auch keine Betroffenen, sondern nur die Täter. Diese werden sicher gut in der anonymen Großstadt unterkommen. Am besten geeignet wäre wohl ein Migrantenstadtviertel, wo die Bewohner den eventuellen Wiederholungsfall dann gleich auf traditionelle Weise regeln. Auch recht risikolos, denn seitens deutscher Justiz würde solch eigenständiges Handeln sicher nicht groß angekreidet, da ja unsre Gerichte auch bei anderen Vergehen unserer Gäste deren Kulturbereicherungsfaktor berücksichtigen und ihre meist sehr archaischen Traditionen mit hohen Urteils-Rabatten belohnen. Ich bin überzeugt, diese Aussichten sind der beste Schutz vor Rückfall!
Nun ja, wenn linke Demonstranten und Chaoten ganze Heerscharen von Polizisten beschäftigen, bürgerkriegsähnliche Zustände und Schäden verursachen, andere angemeldete Demonstrationen (meist rechte) verhindern oder sonst nötigend wirken, habe ich diesen bösen und geringschätzenden Begriff vom “Druck der Straße” noch nie gehört. Wie kommt das nur, liebe Redakteure der MZ und sonstiger Medien? Machen die paar Rechten aus dem verständlichen Anliegen der Bürger gleich so eine schlimme Sache?
Aber durch Euern netten Begriff kommt mir da so eine Idee! Im jüngsten Amtsblatt der Stadt Teuchern stand eine Mitteilung der Gröbitzer Wählervereinigung, daß sie ihre Rats-Mandate niederlegen und auch keine Nachrücker mehr entsenden. Das bisherige Agieren von Verwaltung und Stadtrat läßt ihnen absolut keine Hoffnung auf ein gedeihliches Miteinander nach der zwangsweisen Eingemeindung. Wie als weiterer Beleg dafür steht auf der anderen Seite die Bekanntgabe der neuen Satzung für zusätzliche doppelte Abgaben an die Unterhaltungsverbände.
Aber – liebe Mitbürger aus Gröbitz und Prittitz (die hatten erst gar nicht mitgewählt vor Jahresfrist) – Aufgeben und Resignation sind der falsche Weg! Nehmt Euch doch ein Beispiel an den Bürgern von Insel und organisiert Demos für Euer Anliegen. Holt Euch starke Unterstützung dafür. Es gibt sicher Parteien und aktive Menschen in Deutschland, die Euren Wunsch für richtig halten und unterstützen werden, Eure Dörfer in diejenige Nachbargemeinde einzugliedern, mit der Euch jahrhundertlange Tradition und Beziehungen verbinden.
Die staatliche Verwaltungsbürokratie nimmt auf so etwas keine Rücksicht, also müßt Ihr kämpfen und keine Berührungsängste vor Mitstreitern zeigen. Die große Politik fragt doch auch nicht danach, was das Volk will, also fragt Ihr nicht danach, ob Ihr unserer großen Politik auf die Füße tretet. Erinnert Euch: Der alte selige Kriminalkommissar Wanninger hatte auch immer seltsame Methoden, aber Erfolg damit. Oder denkt an die “gute alte Zeit”: Vor Wahlen konnte man damals immer mal etwas erreichen, was sonst nie möglich war. Jedes System hat irgendwo seine schwache Stelle – an der man es kriegen kann! Die Justiz hat Euch nicht geholfen. Aber vielleicht hilft der ‘Druck der Straße’?! Also, auf geht’s – meint da der Teucherner-Topp-Gucker!

Die Bürger sollen sich doch nicht so haben, von wegen zusätzliche Abgaben.
Jetzt werden gerade Milliarden für alles und jeden in Europa und der ganzen Welt verteilt, da ist sicher auch was für die Gemeinden mit drin.
Oder ?
Brauch sich doch heute keiner mehr rausreden, von wegen, “das haben wir nicht gewußt”.
Wir haben keine DDR mehr und es kann sich jeder (z. Zeit noch) umfassend informieren.
Es nützt nichts wenn man den Kopf in den Sand steckt und der Hintern jedoch noch rausschaut. Denn da wird unser lieber Vater Staat mit Verlaub noch kräftig reintreten.
Es ist halt eher so, daß das Geld, was mit vollen Händen nach Europa und aller Welt geschleudert wird, wieder im Lande eingespart werden muß, das heißt bei Bürgern und Kommunen, bzw. die Abgaben und Steuern erhöht. Und da ist schon einiges passiert und geschickterweise derart, daß Otto-Normalverbraucher das möglichst gar nicht mitbekommt…