Themen
Presse

"Niemals darf ein Mensch, ein Volk wähnen, das Ende sei gekommen. Güterverlust läßt sich ersetzen; Über anderen Verlust tröstet die Zeit; Nur ein Übel ist unheilbar: Wenn ein Volk sich selbst aufgibt." Johann Wolfgang von Goethe

Die rettenden Rettungsfonds

sind nun unter Dach und Fach! Gottseidank – Europa ist gerettet und alles wieder in Butter. Jeder kann beruhigt seinen Geschäften nachgehen. Vor allem die Geretteten. Wissen wir, wen wir da alles gerettet haben mit unseren zusätzlichen Schulden und Garantien? Der

von der EU in Griechenland eingesetzte Chef-Retter ist Lucas Papadimos.

Schöner Papa. Er war von 1994 bis 2002 Chef der griechischen Nationalbank. Also genau in der Zeit als dort in freundlicher Zusammenarbeit mit Goldmann-Sachs die Bilanzen gefälscht wurden derart, daß das Land in die EU paßte. Damit ist er wohl qualifiziert, um beim Betrug weiterzumachen, also die europäischen Zahlerstaaten weiter auszunehmen (über die Rettungsfonds) und gleichzeitig Griechenlands Tafelsilber – sprich Volksvermögen – an die Wallstreet-Hochfinanz zu verschleudern – Privatisierung nennt man das. Für sicher nicht viel mehr als ein Linsengericht. Wie das unter guten Brüdern so üblich ist.

In Italien rettet Mario Monti auf die gleiche Weise.

Diser Super-Mario hatte als ehemaliger EU-Wettbewerbskommissar es besonders auf die gute deutsche Wettbewerbsfähigkeit abgesehn. Nun wird er das sicher von Italien aus weiterbetreiben. Also auch über die Rettungsfonds deutsches Geld absaugen. Er war Berater bei Goldmann-Sachs. Was ein Zufall aber auch! Die Erde ist eben ein Dorf und überall treffen sich Goldmann-Sachs-Leute. Gut – überall ist nicht ganz korrekt. Genauer gesagt: dort wo es etwas zu holen gibt. Nicht die peanuts sondern die ganz dicken Dinger, also so ab etwa mit mindestens Neun Nullen. Darunter ist Portokasse. Weiter wird die Skatrunde komplettiert durch

Mario Draghi als Chef der Europäischen Zentralbank.

Dieser zweite Super-Mario war schon mal Weltbank-Vorstand  und ab 1991 italienischer Finanzminister. In dieser Funktion konnte er wunderbar das Finanz-und Rechtssystem des Landes für die “Märkte” öffnen. Für diese Leistung wurde er mit dem Amt des Vizepräsidenten bei Goldmann-Sachs belohnt. Wat en Zufall aber auch! Der EU-Abgeordnete Canfin wirft Draghi vor, in diesem Amt massenhaft betrügerische “Swaps” an europäische Staaten verkauft zu haben. So auch an Griechenland und damit gleichzeitig dessen EU-Kriterien zurechtgebogen zu haben. Jaja, gewisse Qualifikationen sind schon notwendig für europäische Führungsposten. Der Deutsche Axel Weber hatte bekanntlich diesen EZB-Chefposten abgelehnt, da er den Ausverkauf der Zahlerstaaten nicht mitmachen wollte. Dafür hat dann Frau Kanzlerin den Staatssekretär Asmussen dort hingeschickt, der vor Jahren die deutsche Finanzmarktöffnung betrieben und damit die betrügerische Ramschpapierverschuldung somit zu verantworten hat. Schadenshöhe ca. eine dreiviertel Billion, überwiegend bei Landesbanken.

In wessen Hände ist Europas Schicksal geraten worden?

Und ihr nickt zu all dem, liebe Landsleute, und hofft, daß es eben irgendwie weitergeht. Ob es hilft, noch schnell sein eigenes kleines Geschäftchen zu machen, ehe der große Knall kommt? Oder bleibt doch blos der Schiethaufen übrig, der dann geschluckt werden muß? Meint ihr denn, diese Skatrunden da oben werden auch nur das Geringste zum Nutzen Europas oder gar der einzelnen Länder tun? Wer das glaubt, hätte eigentlich das eben beschriebene, geschmackvolle Ergebnis sogar verdient. Die haben bis jetzt nur für ihre Hintermänner gearbeitet und dabei selbst sicher ein ordentliches Stück vom großen Kuchen abbekommen – warum sollten sie das plötzlich nicht mehr tun? Da lob ich mir doch die südländischen Europäer wie beispielsweise:

Die Griechen – die nehmen unser Geld und drehn uns eine Nase!

Wie für die Athener Metro, klimatisiert, mit Plasmabildschirmen, schrankenlos wohl zur freien Mitfahrt, denn den Bau hat ja die EU bezahlt mit 1,7 Milliarden Euro. Oder weil wir gerade beim Fahren sind: die nationale Eisenbahn. Jahresverdienst aller Angestellten durchschnittlich 70.000 Euro, incl. Putzfrauen und Arbeiter! Im Schnitt also 6 Mille pro Monat. Da guckst du deutscher Leiharbeiter und drückst deine Steuern unterstützend ab. Diese Bahn nimmt im Jahr rund 90 Millionen ein, braucht aber schon 575 Millionen für ihre Gehälter. Ob da Taxi für alle nicht  billiger käme? Im letzten Jahrzehnt hat sich das öffentliche Gehaltsvolumen verdoppelt. Für die war der Euro ein Gewinn – oder? Die haben doch was drauf – die Griechen nicht wahr? Außerdem sind mehr als 600 Berufe dort als hart aber gefährlich eigestuft.

Das bedeutet: Rente mit 50 – in Worten: Fünfzig!

Und dann mit 95 Prozent des letzten Jahresverdienstes! Da steht sogar der deutsche Beamte oder Politiker blöd da – neben. Und gefährlich ist dort schon so etwas wie Frisör, Masseur, Konditor oder Radiosprecher. Vielleicht wegen der Hitze? Steuerklärung schreibt man selbst – so gut es geht. Geprüft wird kaum und wenn, dann muß eben ein “fakeli” rüberwachsen. Der soll bei den Reichen bis zu 10.000 Euro betragen und im Schnitt so 2.000 Euro. Die großen griechischen Reeder (solche Leute wie Onassis) sind ganz von Steuern befreit. Schätzungen besagen, daß in Griechenland jährlich 45 Milliarden Steuern hinterzogen werden. Sie sind halt alles rechte cleverlies, also ich meine jetzt ‘rechte’ natürlich nicht im politischen Sinne. Um Gotteswillen – die sind eher richtig sozialistisch – nicht wahr? Und das klappt sogar, denn zum Bezahlen haben sie ja uns:

Der Michel zahlt alles in Europa!

 

10 Kommentare zu „Die rettenden Rettungsfonds“

  • Taranis:

    Dabei sind die 2 Großmuschen in Athen noch garnicht angerechnet. Das waren glaube 23 Mio. aus der 1. Transche.
    Super, Deutschland zahlt und der Rest von EUdssR läßt es sich gut gehen. Und wenn Deutschland nicht spurt, dann wird aber die nazikeule ausgepackt! Dann aber druff. Und schon schießt die Kohle wieder.
    Wie blöd sind die eingeboreren Deutschen nur? Wann wern die munner? Kein Wunder, wenn immer mehr Bereicherer reingeholt werden, damit die Deutschlandvernichterparteien noch gewählt werden.
    Deutschland wach uff!

  • EvdG:

    @ Hausmeister

    Ich brauche auch etwas Asche für mein Haupt, u. a. wegen meiner Rechtschreibfehler.
    Übrigens, woher stammt überhaupt die Asche ?
    Oder hätte ich dies lieber nicht fragen sollen….

    • Hans Püschel:

      Doch, doch, Ich glaube kommt aus dem Mittelalter, Von Aschermittwoch an kam doch Fastenzeit: in Sack und Asche gehen. vermurlich wurde da auch ein bißchen von dem Zeug aufen Kopp gestreut…

    • Rosa:

      Herr Püschel wissen Sie allen Ernstes nicht, welche Asche EvdG gemeint hat? Sie wollen es gar nicht wissen, dann müßten Sie nämlich darüber nachdenken, wer hier für Sie schreibt! Ach, ja, es ging mir ausdrücklich nicht um kleine Tippfehler.

    • Hans Püschel:

      Weiß jetzt nicht, was sie meinen. Aber wenn Sie auf bestimmte Dinge anspielen, dann könnten Sie ja vllt. auch mal in Ihr Kalkül ziehen, daß der Schreiber das Geschehen genauso für eine Farce hält wie die ganze Kosovo-Inszenierung oder wie das Wannseeprotokoll und daß er also satirisch über etwas schreibt, was wohl nur Fiktion ist -seiner Meinung nach? Also daß es dann nicht irgendeine sadistische Herabwürdigung seinerseits ist sondern Ironie der Geschichte sozusagen? Und wenn ich so nach und nach entdecke, was alles in unserer Kriegs- und Nachkriegsgeschichte gefälscht und manipuliert wurde, ist es dann so unplausibel, daß man erst mal alles in Frage stellt und gar nichts mehr glaubt, was nicht unabweisbar belegt ist. Also mir geht’s so. Gut, ich hab sicher auch eine ganz mathematische Ader oder herangehensweise und ohne Beleg glaube ich erst mal NICHTS mehr. Bei dieser Lügenmasse! Warumhaben all die Staatsanwälte gelogen und die Richter all das gedeckt, Frau Rosa? Das ist doch die entscheidende Frage! Und da will ich weiterkommen… Stück für Stück. Keine Wahrheit läßt sich ewig unterdrücken, des bin ich überzeugt.

    • EvdG:

      Röschen, Sie sind einfach entzückend…

  • EvdG:

    Haben Sie es nicht verdient, die Mitbürger, daß Sie von den anderen Ländern u. “unseren Politikern” (eigentlich der falsche Begriff) ausgenommen werden wie, eine Weihnachtsgans.
    Sie wehren sich nicht dagegen. Im Gegensatz zu den Griechen und Ungarn, ob nun berechtigt oder unberechtigt aus unserer Sicht, aber die tun was.

    Und hier….?
    Der Großteil satt und abgefüttert.(Noch) Wohlstand macht träge.
    Wird dann umso schmerzlicher, wenn es vor den Baum geht. Man sollte halt ab und zu drauf achten, wer das Steuer in der Hand hat.

    Die oben nutzen nur die Möglichkeiten, welche wir unten denen lassen.

    • Hans Püschel:

      Wohl war, das ganze. Aber es sind trotzdem unsere Politker. Wir – die Mehrheit – sucht sie sich regelmäßig ganz genau so aus! Die kriegen wir ja nun nicht gerade geschenkt – wie unsere ehemaligen ‘Brüder’…

  • Rosa:

    Ich hab mir den Artikel nicht durchgelesen, da sich meine Fußnägel bei Ihrer Überschrift kräuselten. Lesen Sie sich Ihre eigenen Artikel eigentlich durch bevor Sie sie hier reinstellen? Fiel Ihnen da nicht auf wie schändlich Sie mit der deutschen Rechtschreibung umgehen? “Rettenten…” Richtig wäre rettenden. Wenigstens die Überschrift sollte richtig sein. Ich weiß Ihre Antwort schon: Krümelkackerei, auf den Inhalt kommt es an…
    Richtig, aber auch die Form muß stimmen. Kleine Tippfehler kommen immer mal vor, aber eine Überschrift( eigentlich zwei, denn Sie wußten ja auch nicht wie man Pogrom schreibt)? Sie wollen doch die deutsche Sprache erhalten. Erster Schritt: Die richtige Rechtschreibung!

    • Hans Püschel:

      Oh, ich bitte tausendmal um Entschuldigung, Frau Rosa! Und hoffe, daß es nicht zu schmerzhaft war in den Fußnägeln bzw. sich die krümmung bald wieder auswächst. Aber es war gestern abend gegen 11 und ich wollte Feierabend haben. Den Text hab ich einige Male überschaut, da er ja auch kompliziert war wegen der Recherchearbeit (sie wissen ja: ich möchte nur fakten, fakten, fakten…), aber auf die Überschrift halt gar nimmer. Die steht im Entwurf ja auch einige zeilen drüber im Programm. Wenn Sie den text trotzdem noch lesen, werden Sie merken , daß doch einige Mühe drin steckt und mir das Verschreiben nachsehen? Ich bin untröstlich!
      Ich könnte mich ja raus reden und sagen, daß ich sozusagen die rettenden Enten zusammengezogen habe zu rettenten – eine kleine semantische Spielerei? – aber ich geb schon meine Nachlässigkeit zu. Asche auf mein rechtes Haupt!

Kommentieren

© 2011 Hans Püschel