Doppelt kassieren in Teuchern…
hält besser – ist man fast geneigt zu sagen. Nur – das Lachen bleibt einem so langsam im Halse stecken. Wieder einmal? Andererseits ist’s vielleicht ganz gut, daß wir uns daran gewöhnen, demnächst immer öfter zur Kasse gebeten zu werden, angesichts der fleißigen Alternativlosigkeit wie Merkel, Schäuble und Co. unser Geld und das unserer Kinder und Enkel mit vollen Händen in andere Pleitestaaten, genauer gesagt zu den Banken hinschaufeln. Umgangssprachlich würde man sagen: Gutes Geld schlechtem hinterher werfen!
Zur Sache: Nach Erhöhung der Kitagebühren und Grundsteuern kommt nun eine neue Umlage für die Unterhaltungsverbände der Gewässer 2. Ordnung, sprich der Vorfluter. Doch halt, so neu ist sie nicht. Die Gemeinden zahlen sie schon seit Anfang der 90-er Jahre. In Krauschwitz waren es wohl an die 7.500 Deutschmark damals, wenn ich mich recht entsinne. Daraus sind bis zum vorigen Jahr 4.600 Euronen jährlich geworden. Nun ja – normale Inflationsrate. Was entscheidend ist – damalige Gemeinderäte werden sich erinnern – wir haben nicht den umständlichen und aufwendigen Weg über Extrasatzung und zusätzliche Bescheide gewählt sondern einfach die Hebesätze für die Grundsteuer A (also die für die Ackerflächen) erhöht, um diesen Betrag aufzubringen. Letztlich dienen die Vorfluter ja auch der Entwässerung der Ackerflächen. So lief das zwei Jahrzehnte lang. Aber – jetzt kommt das Häkchen, liebe Landsleute – der Stadtrat Teuchern braucht Geld! Nun, wer nicht – werdet Ihr Euch fragen? Also wird eine neue Satzung erarbeitet und dieser immer schon abzuführende Beitrag nochmals auf Grundstücke UND Einwohner umgelegt. Zusätzlich und damit doppelt! Wieso – werdet Ihr Euch fragen – läuft nun mein Abwasser durch den Vorfluter? Es werden ja gerade schöne neue teure Leitungen gebaut! Was haben die Ackerflächen mit den Einwohnern im Dorf zu tun? Da dürfte – wenn schon – doch nur der Nutznießer der Äcker auch für die Kosten aufkonmmen! Aber der zahlt ja auch schon einmal – meist ohne daß er’s weiß. Na gut, nun weiß er, daß er zum zweiten Mal blechen muß.
Was bleibt – sind Fragen und Ohnmacht und die Wut im Bauch, wieder mal zu den Gelackmeierten zu zählen. Und die Erkenntnis, daß es unsere Politiker von ganz oben bis ganz unten von den Lebendigen nehmen. Bei uns konkret in der nächsten Stadtratssitzung am 19. September. Da werden die Köpfe an die Nägel gemacht. Aber wir haben sie ja gewählt und uns ausgesucht – genauso wie sie da sitzen. Also haben wir’s auch genauso gewollt wie es jetzt kommt – stimmt’s? Und nun sagt nicht – es hätte keine Alternative gegeben. Die gibt’s immer! Auch wenn Frau Merkel jedes mal behauptet, es gäbe keine alteNaive. Es geht eben nur noch mit Galgenhumor – behauptet dagegen der Teucherner-Topp-Gucker.
PS: Was schaut der Bürger so gequält, er hat doch jene erst gewählt.
Die Sache hat nur einen Haken, wir bekommen aufgrund der “Weitsicht oder Weltsicht” unserer Lansleute mit eins übergebraten.
Dafür meinen “herzlichsten Dank” an dieser Stelle.
Ja, es erwischt auch diejenigen mit, die anders gewählt oder sich raus gehalten haben, also nicht wählen waren. Bezahlen dürfen sie mit – ein kleiner Trost!