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"Niemals darf ein Mensch, ein Volk wähnen, das Ende sei gekommen. Güterverlust läßt sich ersetzen; Über anderen Verlust tröstet die Zeit; Nur ein Übel ist unheilbar: Wenn ein Volk sich selbst aufgibt." Johann Wolfgang von Goethe

Europas Weg aus der Krise

kann NUR über die nationale Solidarität führen. Alles Nationale ist zwar furchtbar verpönt und wird als historisch überlebt und reaktionär angesehen, aber es ist das Einzige, was der Europäischen Union in der jetzigen Form noch helfen kann! Alle anderen Wege, ob nun Teilung der EU in Nord und Süd oder Ausstoßen der Pleiteländer aus der EU oder Verlagerung von Kernbestandteilen nationaler Souveränität zur EU bei gleichzeitigem ständigen Finanztransfer ungeahnten Ausmaßes innerhalb derselben – alles wird zum Ende des jetzigen Konstrukts führen bei gleichzeitig enormen Verwerfungen politischer und finanziell-wirtschaftlicher Art.

- Die beiden erstgenannten Lösungen wären eine Abkehr von allem bisher Gesagten und Propagierten. Das bedeutet, daß die bisherigen lautstarken Befürworter und Wegbereiter des europäischen Bundesstaates sich für die letzten zwanzig Jahre Politik Lügen strafen würden. Sie müßten den gesunden Menschenverstand (oder die Wahrheit) als über allen Dogmen stehend anerkennen. Das können sie nicht, weil dann sofort auch andere heilige Kühe (engl.: holycows) in Frage gestellt werden und den Weg zum historischen Schlachthaus gewiesen bekämen. Dies wird also nicht geschehen.

- Der dritte Weg ist für die o.g. Protagonisten natürlich der konsequente, nämlich der europäische Einheitsstaat mit fröhlichem Finanztransfer. Nur – wie es in Deutschland seit Jahrzehnten zu beobachten ist – werden die Nehmerländer dann überhaupt nicht mehr aus ihrer bequemen Rolle herausfinden. Wie sollte man sie dazu nötigen? Das klappt nicht einmal im deutschen Länderbund. Nur – wir können hier sowohl wirtschaftlich als auch psychisch damit leben – im eigenen Lande. Jedoch werden diese beiden Aspekte im europäischen Rahmen aufgrund der Größenordnung natürlich gesprengt, weil sich bald alle auf denn großen Topf verlassen und die Karrenzieher (füher Treidler genannt) keine Lust mehr haben werden, die anderen auf ihrem südlichen Kahn der fröhlichen Leute gegen den Strom zu ziehen. Da geht man dann doch lieber mit auf’s Boot und läßt sich treiben. Spätestens an der nächsten Klippe oder Untiefe wird die ganze fröhliche Gesellschaft dann wohl ziemlich feucht. Also wird das absehbar auch ein Irrweg. Allerdings nicht für unsere Eliten – siehe aus oben genannten Gründen – und somit leider der voraussichtliche.

- Nun zum bereits genannten Ausweg der nationalen Solidarität: Das Volk – die Nation – war zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte die einzig stabile und tragende Größe. Ohne völkisches Zusammenleben würde kein Mensch auf Erden leben. Und auch wir haben so die Fährnisse der Jahrtausende überstanden. Das heißt somit im Umkehrschluß, wenn wir es aufgeben, geben wir uns selbst auf!

Zu den Fakten: Die Griechen haben 2011 ein Barvermögen auf ihren inländischen Konten von sage und schreibe 196,5 Milliarden Euro. Die ausländischen Konten noch gar nicht mitgerechnet. Das bedeutet: Sie hätten das erste Hilfspaket von gut 100 Milliarden selbst stemmen, die fälligen Schulden aus dem Stand tilgen und ihr Land sofort zum Best-Schuldner mit Niedrigstzins hoch katapultieren können. Genauer gesagt: Sie könnten es immer noch! Um das national zu organisieren, bedarf es natürlich eines Nationalgefühls, was die Griechen aber angeblich noch haben sollen. Wenn dagegen die deutschen Sparer und Geldanleger ihre Guthaben opfern müssen für griechische und anderer Schulden – wie soll das gut gehen?

Auch wir Deutschen haben ein Vermögen (incl. Immobilien) von über Fünf Billionen und könnten damit die eigenen Staatsschulden von 2 Billionen locker begleichen. Gut – locker ist wohl das falsche Wort, weil es schon ganz schön wehtun würde. Aber – wie gesagt – mit noch vorhandenem Nationalgefühl und der Not gehorchend wär es sicher machbar. Und diese Verfahrensweise wäre garantiert die Einzige, auf deren Basis ein europäisches Miteinander gut funktionieren könnte.

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2 Kommentare zu „Europas Weg aus der Krise“

  • Die Zinsumverteilung zwischen den Nationalstaaten entsteht dadurch, dass Länder mit negativer Außenhandelsbilanz immer mehr auf Kredite angewiesen sind, um Waren bezahlen zu können, die sie aus Ländern mit positiver Außenhandelsbilanz beziehen. Damit steigt auch die Zinslast der ärmeren gegenüber den reichen Ländern, bis sie in eine dauernde Abhängigkeit (deutlich: in die Zinssklaverei) geraten. Im Falle der Europäischen Währungsunion war das katastrophale Ergebnis vorhersehbar, denn ein gemeinsames Zinsgeld führt nicht etwa zu einer “europäischen Einigung”, sondern muss im Gegenteil die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten noch vergrößern, weil die schwächeren Volkswirtschaften keine Möglichkeit mehr haben, ihre Landeswährung gegenüber den anderen Währungen abzuwerten und damit ihre Außenhandelsbilanz wieder zu verbessern. Wir sehen also: Es bedarf keiner komplizierten Theorien, die eigentlich gar nichts erklären, wenn die einfachste Theorie alles erklärt:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-finanzkrise-und-die-krise-der-hohen.html

    • Hans Püschel:

      Das ist ja das Riesengeschäft mit dem Zins. Zusätzlich zur Spekulation haben damit die Großfinanciers dieser Erde – vorzugsweise konzentriert in den USA – die gesamte Weltwirtschaft und damit die Staaten in die Hand besser Abhängigkeit bekommen.
      Ein erster Schritt zur Kapitalentmachtung wäre, daß die europäischen Staat direkt ihr Geld bei der Zentralbank leihen dürften – zu mitunter o,5 bis 1,5 % Zinsen – und nicht über den Umweg der Banken. Die machen dabei ja ihre besten Geschäfte – wie die berühmte Lizenz zum Gelddrucken.

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© 2011 Hans Püschel