Wo man singt…
da laß Dich ruhig nieder… sagt so schön der Volksmund. Und das stimmt wohl auch so im Allgemeinen. Aber im Besonderen wird’s schon wieder kompliziert. Und was ganz Besonderes ist da der Teucherner Stadtchor. Nachdem er nun schon seit einigen Jahren wieder zurückgefunden hatte ins älteste, schönste und bedeutendste Gebäude Teucherns – der Stadtkirche “Skt. Georg” – durch Beteiligung an gemeinsamen Konzerten mit Kirchen-, Posaunen- und mitunter auch Kinderchor der Schule, ist nun wohl leider wieder Sende-, genauer Singepause eingetreten.
Über 40 Jahre der kommunistischen Epoche hatten sich Stadt, gute Gesellschaft und damit auch Stadtchor von der Kirche entfernt und abstinent gehalten. Da waren DIE von der Kirche und zu ihr Stehenden ein zurückgebliebener, reaktionärer und mindestens bemitleidenswerter Haufen, der dem Aussterben entgegenkümmern würde. Für eigene Reputation und Fortkommen war’s gut, dem nicht zu nahe zu kommen.
Nun ist es wieder so weit? Der Stadtchor Teuchern stellt dem Kirchenchor das Ultimatum, am gemeinsamen Adventssingen nur teilzunehmen, wenn der NPD-Sympathisant Püschel nicht daselbst mitsingt! Man würde sich also wieder aus der Kirche raushalten. Die gleichen politischen Motive wie früher? Ist die Antifa-DDR zwar untergegangen, so lebt der Antifa-Block doch wohl weiter und “meerschtenteels ooch de selben Leite hammes Saachen” – wie man’s in Mundart ortsüblich ausdrücken würde.
Meint der Antifa-Block denn, daß dieselben, ihre christliche Überzeugung lebenden Menschen heute weichgespülte Umfaller wären, wo sie doch in der kommunistischen Diktatur standhaft geblieben sind? Man sollte nicht immer von sich auf andre schließen – das kann schief gehn. Na, jedenfalls hat der Püschel sofort angeboten, sich raus zu halten, um das Konzert nicht zu gefährden, was aber wie das ganze Ultimatum unter Protest einhellig zurückgewiesen wurde von den anwesenden Chormitgliedern.
Weihnachten – das schönste Fest des Jahres! Voller Harmonie und Frieden. Nur nicht in der Stadt Teuchern. Dort können manche nicht unterm Weihnachtsbaum friedlich beisammen sitzen? Wenn überall auf der Welt sogar für kurze Zeit die Waffen schweigen werden – in Teuchern bleiben die Messer in der Tasche wohl aufgeklappt?
Oder habt Ihr die wunderschönen Weihnachtslieder auch sonst nur mit Mund und Lippen gesungen, ohne Herz und Gemüt? Anders läßt sich das Ganze ja fast nicht erklären. Zumindestens zeugt es aber doch von einer gewissen seelischen Armut, wohl als Folge jahrzehntelanger Materialisierung. Ihr müßt ja auch nicht gleich das Gebot der christlichen Nächstenliebe praktizieren aber solltet doch wenigstens des friedenlichen Beieinanders unterm Weihnachtsbaum fähig sein.
Wir werden trotzdem singen zu Weihnachten: unsere wunderschönen Weihnachts- und Adventslieder! Und dabei bestimmt auch an Euch denken, die Ihr Euch mit Eurem Fernbleiben wohl selbst am meisten schadet. Wer andern in der Nase bohrt, ist selbst ein… – so oder so ähnlich geht ja eine andere uralte Volksweisheit und trifft auch in diesem Falle den Nagel voll auf den Kopf – meint zumindesten der Teucherner Topp-Gucker.

“Setzen, Püschel! Sechs! Thema verfehlt” So hätte wohl der Lehrer auf Ihren Beitrag regiert. Heute ist man höflicher. Da formuliert man, dass Sie, Herr Püschel, abschweifen. Denn es geht hier ja nun wirklich nicht darum ob es zulässig ist, die Landttagskandidatur für eine Partei als Funktion innerhalb dieser Partei zu bezeichnen. Und wenn das nach den strengen Regeln der innerparteilichen Sprangewohnheiten nicht zulässig ist, dann vielleicht doch nach dem allgemeinen Sprachgebrauch? Nein, Herr Püschel, diese Fragen sind mit dem hier in Rede stehenden Fragenkreis allenfalls verknüpft durch Ihren ungebrochenen, ubiquitären Hang zur Rechthaberei.
Um welche Fragen geht es eigentlich? Zur Erinnerung: Sie hatten in Ihrem Beitrag “Wo man singt . . . ” dem Stadtchor Teuchern vorgeworfen, sich aus dem kirchlichen Raum zurückzuziehen. Sie stellten die Behauptung auf, der Stadtchor habe sich in den 40 Jahren DDR-Diktatur “von der Kirche entfernt und abstinent gehalten”, weil dies der eigenen Reputation und dem Fortkommen gedient habe. Nun würde sich der Stadtchor wiederum “aus der Kirche raushalten”. Dieselben Leute aus dem Antifa-Block, die für das Verhalten zu DDR-Zeiten verantwortlich gewesen seien, trügen auch heute die Verantwortung, so fügen Sie mundartlich verbrämt aus.
In Folgebeiträgen bezeichneten Sie die Entscheidungsträger des Stadtchores Teuchern als “Stalinisten”, “Kommunisten” etc. Ihre eigene Rolle innerhalb der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands verharmlosten Sie mit dem Begriff “NPD-Sympathisant”, obwohl Sie noch wenige Monate zuvor für diese Partei als Landtagskandidat aufgetreten sind.
Das, Herr Püschel, sind die Behauptungen, über die hier zu diskutieren ist. Und da fallen dann doch eine Reihe von Ungereimtheiten auf:
1. Ich erinnere mich noch gut an den 19. Oktober 2009. Da besuchte ich ein schönes Konzert im Rathaussaal Teuchern. Es war das Festkonzert zum 10-jährigen Bestehen des Stadtchores Teuchern. Rechnen wir zurück, dann kommen wir auf ein Gründungsjahr 1999. Älter ist dieser Chor nicht. Vielleicht lag des daran, dass er Ihnen zu Zeiten der DDR-Diktatur nicht aufgefallen ist. Sicher ist jedoch: Ein nicht exisitierender Chor kann sich aber auch nirgendwo engagieren oder heraushalten.
2. Der Stadtchor zieht sich auch im Jahre 2001 nicht aus dem kirchlichen Raum zurück. Im Gegenteil: Die Zahl der Kirchenkonzerte wird in diesem Jahr verdoppelt: Am 11. 12. ab 14.00 Uhr in Nessa und am 17. 12. ab 15.00 Uhr in Trebnitz werden “die wunderschönen Weihnachtslieder” sowie ebenso schöne Adventslieder mit Mund, Lippen, Herz und Gemüt gesungen – allerdings ohne Neo-Nazi-Beteiligung.
3. Es war nicht der Stadtchor, der den Gedanken aufbrachte, dass die Konzerte im kirchlichen Rahmen dem Kirchenchor “gehören”, und dass sich der Stadtchor auf weltliche Konzert-Anlässe beschränken solle. Dieses Ansinnen wurde von Mitgliedern des Kirchenchores an den Stadtchor herangetragen. Den Mitgliedern des Stadtchores ist eine solche Gedankenwelt fremd.
4. Ich erachte es für angemessen, dass sich der Stadtchor weigert, auf einer Bühne zu stehen mit einem ausgewiesenen Neo-Nazi. (Ein NPD-Parteigänger, der seinerseits Andersdenkende pauschal als “Kommunisten”, “Stalinisten”, “Antifa” etc. bezeichnet, sollte nicht dünnhäutig (“Schmpfwort”) reagieren, wenn er selber als Neo-Nazi bezeichnet wird.) Gegeüber Neo-Nazis darf es keine Toleranz geben. Auch nicht zu Weihnachten.
5. Man reibt sich die Augen und liest ein zweites Mal. Aber es bleibt zutreffend. Nach Ihrer Lesart wendet sich derjenige, der dem “NPD-Sympathisanten Püschel” einen Korb gibt, hierdurch von der ganzen Kiirche ab. Gibt es größere Selbstüberschätzung und Überheblichkeit? Sie schreiben: “Der Stadtchor Teuchern stellt dem Kirchenchor das Ultimatum, am gemeinsamen Advetssingen nur teilzunehmen, wenn der NPD-Sympathisant Püschel nicht mitsingt! Man würde sich wieder aus der Kirche raushalten.” Ihre “Logik”: Wer sich von Püschel distanziert, – und nur das hat ja nach Ihren eigenen Worten der Stadtchor getan, – der distanziert sich damit von der ganzen Kirche. Das ist dann schon starker Tobak. Wenn Sie der Papst wären, und wir würden über die katholische Kirche reden, dann könnte ich diesen Alleinvertretungsanspruch ja noch verstehen. Aber so?
WEr viel schreibt, schreibt nicht unbedingt auch viel Gutes, Horatio! Und Sie haben mit Beschimpfungen wie “beschränktem Horizont, Schulhofstil, Verfassungsfeindlichkeit” und dergleichen angefangen. Schauen Sie selbst nach, wenn Sie zu sachlicher Analyse fähig sind. Und nur aufgrund Ihrer sprachlichen Überheblichkeit wollte ich Ihnen etwas den Teppich zeigen bez. Mandat und Funktion (Man sollte seine Gegner nie unterschätzen!). Und diese pauschalen Beschimpfungen ohne ein einziges sachliches Argument sind nun mal – nach meiner bisherigen Erfahrung – die Diskussionen der Antifa/Linken. Das ist eben totalitärer, traditioneller kommunistischer Stil. Auf jeden Fall KEIN demokratischer. Beweisen Sie mir das Gegenteil durch entsprechenden Umgangston. Und der Stadtchor ist ja derjenige, der einen Konzertabend an einer einzelnen Person fest macht. Wer ist denn dann derjenige, wer mich überhöht, Horatio? Ich würde die Sache immer über die Personen stellen. Aber das ist eben Toleranz und die geht der “toleranten” Antifa komplett ab, offensichtlich.
Och nöö, Herr Püschel. Diskussion auf Schulhof-Niveau. “Ätsch, du kannst es ja auch nicht!” wenn es um Fragen sprachlicher Kompetenz geht. Und das völig zu Unrecht. – Gerne glaube ich Ihnen, dass Sie ablehnen, auf meinem Niveau mit mir zu diskutieren. Aber liegt das wirklich am Wollen? Oder feiert hier nicht vielmehr der Fuchs des Herrn Aesop – Sie wissen schon, der mit den hohen Trauben – fröhliche Urständ?
Wer hat denn gefragt (und dadurch seine Unkenntnis offenbart), wie man zum Landtagskandidaten einer Partei sagen soll, der nicht Parteimitglied ist? Das waren doch Sie (am 28. Oktober). Ich habe diesen Unterschied seit jeher terminologisch und inhaltlich gekannt. Nur zu Ihrer Kenntnis: Ein Sympathisant hegt Sympathien für eine Partei und/oder die Personen, die das Handeln dieser Partei prägen. Der Landtagsabgeordnete hat den Quantensprung von der Sympathie zur Identifikation vorgenommen; er ist bestrebt, die Partei zu unterstützen (Wahlkampf!) und das Wohl der Partei, wie auch das eigene, zu mehren (Mandat). Deswegen ist es unredlich, einen Landtagskandidaten lediglich als Sympathisanten zu bezeichnen: Man nimmt ihm damit einen wesentlichen Teil seines Verhältnisses zu der Partei und ihrer Ideologie.
Diese Identifikation ist es ja auch, die Sie dazu bringt, sich nicht nur als Neo-Nazi bezeichnen zu lassen, sondern auch noch stolz dabei zu sein. Schön, dass wir es jetzt alle schriftlich haben: Sie finden die Bezeichnung als Neo-Nazi für sich selber ehrenvoll. Hoffentlich erfahren das alle die 1351 Wählerinnen und Wähler, die Ihnen am 20. März die Stimme gegeben haben. Ich werde das mir Mögliche dazu beitragen.
Nicht ganz ohne Interesse lese ich, welche persönlichen Eigenschaften Sie mir andichten: Kommunist, Stalinist soll ich (gewesen?) sein, zur Antifa gehören. Nichts von alledem trifft auf mich zu. Aber wahrscheinlich erschöpft sich Ihr Weltbild in diesem digitalen Schema: Entweder ist man einer der Ihren, oder man gehört in die von Ihnen benannten Gruppen.
Offensichtlich verschließt es sich Ihrer ideologisch verblendeten Wahrnehmung, dass es eine Vielzahl von Christen gibt, die ihr Lebtag weder mit Kommunismus noch mit Stalinismus noch mit Antifa zu tun hatten, und die es trotzdem als Teil ihrer Christenpflicht sehen, dem Wiedererstarken des braunen Ungeistes entgegen zu treten.
Sie bemühen den Begriff “Toleranz”, um einzufordern, dass man Neo-Nazis gewähren lässt. Dieses Wort aus der Feder des Verfassers von “Der Druck der Straße” vom 10.10.2011! Ein Beitrag, in dem Lynchjustiz unverhohlen gut geheißen wird! Wenn das Ihre Toleranz ist, Herr Püschel, dass bewahre uns Gott vor Ihrer Toleranz!
Wissen Sie was, Herr Püschel: Singen Sie dort, wo man Neo-Nazis willkommen heißt. Das gönne ich Ihnen und Ihren Sangesfreund(inn)en. (Ich schrieb schon unlängst das Sprichwort von der Aussagekraft des persönlichen Umgangs.) – Aber verlangen Sie nicht von anderen, dass sie mit Ihnen singen. Lassen Sie alle diejenigen gewähren, denen daran gelegen ist, eine dicke, dicke Trennlinie zu ziehen zwischen sich und Neo-Nazis. Lassen Sie denen, die aus der Geschichte gelernt haben, das Recht, sich von Ihnen und Ihren Gesinnungsgenossen fernzuhalten. Das hat nämlich überhaupt nichts mit Erpressung zu tun. Das ist vielmehr ein Akt der gesitigen Hygiene.
Ach ja, deutsche Semantik kann ganz schön schwer sein, mein lieber Horatio. Aber wenn sich der Esel eben unbedingt aufs Glatteis begeben will, dann passiert’s halt: Also, im Deutschen wird unterschieden nach Funktions- und Mandatsträgern. Für eine Funktion in der NPD müßte ich wie bei allen Parteien deren Mitglied sein. Das steht in allen Statuten. Ein Mandat bekomme ich vom Wähler und wäre also günstigstenfalls Mandatsträger für die NPD geworden. Verstanden?
Sehen sie Horatio, deshalb überlege ich immer erst ziemlich genau, ehe ich mich zu Wort melde. Das war schon in der Schule so.
Und ich ordne Sie links-kommunistisch ein, weil Sie gleich mit Schimpfworten losgehen auf Ihre politischen Gegner. Das habe ich in meiner ganzen jahrzehntelangen politischen Tätigkeit nicht gemacht, weil derjeneige, der Schimpfworte benutzt, meist unrecht hat. Und das Neonazi ist ja eindeutig als Schimpfwort gemeint, um denjenigen in eine böse, verabscheuungswürdige Ecke zu stellen, dem keine demokratischen Grundrechte zustehen. Also kann der Schimpfwortnutzer auch kein richtiger Demokrat sein – logisch bis dahin, ja? Und da bin ich eben nun mal nach 40 Jahren kommunistischer Diktatur unbedingter Demokrat und verlange, daß sowohl der Kommunist als auch der Nationalsozialist, so sie denn ihre Verbrechen nicht wiederholen wollen (was ich noch von kaum einem als Absicht erkannt habe-bis auf wenige Ausnehmen) mit seiner Partei frei betätigen kann, Räume kriegt, kein Berufsverbot oder sonstige Verfolgung. Dies gibt’s nur in totalitären Systemen. Und das will ja eigentlich mit seiner FDGO die BRD nicht sein, oder?
Oder wollen Sie schon wieder die Rampe von Auschwitz einführen: die guten, Ihnen genehmen dürfen weiter leben und die anderen am besten gleich Kopf kürzer, denn Gas wäre ja blöd, nicht? Ein bißchen freiheitlich oder ein bißchen demokratisch geht nicht, genausowenig wie ein bißchen schwanger sein! Also, denken Sie doch noch mal alles durch, ehe Sie richten Horatio!
Ich hab mich zu den Nationaldemokraten aus Solidarität gestellt, weil sie von einer neuen nationalen Front unterdrückt werden. Das hat in der alten DDR nicht geklappt und wird auch heute nicht klappen, weil diese Front das Land ins Unglück stürzt – auch genau wie früher. Und je länger ich dabei bin und eben auch mal ins Programm schaue, desto mehr muß ich sagen, daß die zu 100 Prozent recht haben mit dem, was sie wollen (das geht von Arbeit in Deutschland, Euro bis zum Krieg führen…). Aber dazu muß man erst mal unvoreingenommen und ohne Scheuklappen sich der Mühe unterziehen, etwas genauer hinzugucken und nicht der pauschalen Gegenpropaganda folgen.
So, so, Herr Püschel, Sie sind also nicht in der Lage, den Unterschied zwsichen dem Sympathisanten einer Partei und ihrem Landtagskandidaten sprachlich zu fassen. Das glaube ich Ihnen gerne. Denn das würde eine Trennschärfe in Gedanken und Wortwahl erfordern, die Ihnen augenscheinlich abgeht.
Klar, dass in Ihrer Antwort auf die eigentlichen Fragen nur vernebelnd eingegangen wird, nämlich die, ob es einer Chorgemeinschaft zgemutet werden darf, einen Neo-Nazi untergejubelt zu bekommen, und, ob die Chorgemeinschaft sich gegen einen solchen Versuch wehren darf. Und da zeigen viele Ihrer Worte, die auf dieser Internetseite veröffentlicht sind, dass eine solche Abwehr nicht nur zulässig sondern geboten ist.
Singen Sie, Herr Püschel, dort, wo man Neo-Nazis wie Sie willkommen heißt. Und nehmen Sie es keinem übel, der eine strikte Trennlinie zu braunem Gedankenunrat und den Köpfen ziehen will, aus denen er sich ergießt. “Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist.”! Eine alte deutsche (!) Volksweisheit. Eine Weisheit, aus der sich die Abschottung gegenüber Neo-Nazis zwangsläufig ergibt.
Nun , Sie sind ja offensichtlich auch sprachlich nicht in der Lage, den behaupteten Unterschied zu beschreiben. Also entweder nehmen wir uns nichts in unserer sprachlichen Unbedarftheit oder es gibt ihn schlichtweg nicht. Ich möchte mich auch nicht weiter auf ihr Niveau begeben und spekulieren, was Ihnen so alles abgeht.
Aber es scheint signifikant zu sein, daß bei Ihrer Antifa-Muschpoke eben nur geschimpft und diffamiert wird, wohl mangels sachlicher argumentativer Massse.
Und wenn ein Chor eine Gemeinschaft ist, dann begründet die sich auf der Freude am gemeinsamen Singen, die bisher und nach meinem Verständnis und Tun nichts mit der Weltanschauung des Sängers zu tun hat. Also in unserem Kirchenchor singen auch Atheisten und im Stadtchor auch Christen. Und selbst Sie als vermutlich alter Kommunist oder Stalinist dürften nach meiner Auffassung dort mitsingen. Vllt. liegt das an meiner christlichen Affassung von Toleranz, die wohl zumindest weiter geht als die Ihre. Aber schon die grundlegenden nun schon über 200 Jahre alten bürgerlichen Freiheiten haben dieses Idealbild formuliert, von dem die moderne Antifa immer mehr abrückt. Und wenn ich etwas hasse, dann ist es diese Arroganz und Selbstüberheblichkeit der Mächtigen, ihre Macht zur Diktatur (zumindest der Meinungen), auf jeden Fall zum totalitären System umzubauen. Da ist eben von Demokratie nicht mehr viel übrig. Dies merkt man ja in allen Bereichen dieses Staates und auch das Volk hat das mittels seiner Wahlbeteiligung schon zum Ausdruck gebracht.
Ich trage den Neo-Nazi inzwischen mit Fassung und finde ihn ehrenvoller als Ihren Neo-stalinismus!
Herr Püschel, warum so bescheiden? Warum plötzlich nur noch “NPD-Sympatisant”? Haben Sie nicht bei der Landtagswahl 2011 versucht, für die NPD in den Landtag in Magdeburg einzuziehen? Nein, Bescheidenheit will ein Leben lang geübt werden. Und in diesem Metier fehlt Ihnen jegliche Übung. Sie sind Funktionsträger der NPD, einer Partei, die unsere freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekämpft: Die “überwindung” des “Systems” ist erklärtes Parteiziel.
Ich habe volles Verständnis dafür, dass Menschen sich weigern, mit einem derart ausgewiesenen Verfassungsfeind auf einer Bühne gemeinsam aufzutreten, ob nun zu Weihnachten oder zu sonst einem Anlass. Solche Leute gehören ausgegrenzt. Sie müssen erfahren, dass es Solidarität mit denen nicht geben kann, die sich gegen die von Demokraten hochgehaltenen Grundwerte stellen. NPD-Funktionäre mögen ihre kruden “Gedanken” untereinander pflegen. Und die Demokraten dürfen, ja sollen sie dabei alleine lassen.
Ach so, Herr Püschel, Sie meinen, gemeinsamer Chorgesang sei nur das gemeinsame Absondern von Tönen und müsse deshalb möglich sein, ungeachtet der Personen, die diese Musik machen? Ja, Herr Püschel, das mag Ihr beschränkter Horizont so scheinen lassen. Für einen richtigen Chorsänger gehört zum gemeinschaftlichen Singen Gemeinschaft. Und mit den Verfassungsfeinden der NPD gibt es für Demokraten keine Gemeinschaft!.
Nun ja, wie sollte man das Nichtmitglied sonst bezeichnen als mit Sympatisant? Da müßten Sie schon etwas konkreter werden, mein lieber Horatio!
Woher schließen Sie auf die Überwindung der FGO? Das ‘System’ ist eine Kamarilla oder Geflecht aus Banken, Großunternehmen, Eurokraten und Politikelite (Transatlantik-Schule, Bilderberger usw.), welches Deutschland gerade bis in die 3. Folgegeneration oder den baldigen Kollaps verschuldet. Ausverkauf nennt man das. Wir haben gerade erfahren, daß die Zuweisungen in S-A nächstes Jahr wieder drastisch gekürzt werden: DIe Milliarden für die Banken und keinen Cent mehr für den Sportverein – so sieht dieses System aus, mein Lieber. machen Sie doch mal diie verblendeten Augen auf, eheh es zu spät ist!
Diese ‘Systemfeindliche’ Partei will eben richtige Demokratie, wissen Sie – so mit Volksabstimmung über eigenen Verfassung, Bankenrettung, EU-Diktat, Wehrpflicht, Kriegsführung und deren totales Diktat. Können Sie sich so etwas Volksfeindliches vorstellen?
Und gerade wegen dieser Gemeinschaft ist ja das Volkslied und das Singen durch die 68-er mit Erfolg abgeschafft worden, siehe Adorno und Konsorten.
Es ist eben eine Frage der wirklichen Toleranz bzw. Ausgrenzung und darin sind die BRD-Antifa-Demokraten wirklich ganz große Klasse.
Und ein besonderes Problem ist das Toleranzverhalten der Kirche. Die hat ja von ihrem Begründer eigentlich genau gegenteilige Anweisungen – zumindestens steht’s so auf dem Papier des Neuen Testamentes. Aber auch das interessiert die modernen Pfarrer nicht mehr. Es entspricht wohl nicht dem Zeitgeist…