Stadt Teuchern
Teure, neue Straße – kleiner Mann, was nun?
Ja, die Ortsdurchfahrt Kistritz ist schön geworden, aber eben auch schön teuer. Und das zweite aber: So war’s nicht ausgemacht zwischen der ehemaligen Gemeinde Krauschwitz und dem Burgenlandkreis als Baulastträger dieses Kreisstraßen-Abschnittes. Also läuft’s nach geübtem Motto:
Man gibt’s den Banken, aller Welt. Der Deutsche zahlt, denn er hat Geld!
Nötig – sagt da der kleine Mann und guckt auf Strom- und Tankrechnung. Der Abwasserbeitrag ist ja auch noch nicht verdaut. Nun, wer sich nicht wehrt, hat schon verloren – sagt auch ein alter Spruch. Heißt also kämpfen und nachschauen auf der Rechnung. Gründlich! Und – darin ist der Teucherner Topp-Gucker geübt. S’ist nachgerade seine Spezialität und Leidenschaft. Also Toppdeckel auf und die Nase rein reingesteckt (selbst wenn sie tropft), geschnüffelt und nachgeschaut – in der trüben Soße mit den teuren Zutaten. Auch wenn sie heiß ist. Macht nichts – im Finger verbrennen hat sonn Topp-Gucker Übung. Dann alles aufschreiben, was merkwürdig ist, weil es nicht so Recht zu sein scheint. Widerspruch anmelden und gleichzeitig die Vollziehung aussetzen lassen, weil man sonst eben zahlen muß, egal ob’s Recht oder Unrecht ist. Wer also diesen hohen Straßenausbaubeitrag auch nicht bezahlen will, müßte entsprechend dem Topp-Gucker nachstehendes
Schreiben an die Stadt Teuchern bis spätestens 5.11.2012 abgeben:
Sehr geehrter Herr Puschendorf,
hiermit lege ich Widerspruch ein gegen den Beitragsbescheid vom o5.1o.2o12, Aktenzeichen: ……………
und beantrage gleichzeitig die Aussetzung der Vollziehung.
Begründung:
1. Grundlage der umgelegten Kosten sind die Aufwendungen für den Neubau der Straßenentwässerung und Gehwege incl. Zufahrten in der Kistritzer Straße. Dazu ist festzustellen, daß die Entwässerungsanlage anstandslos in Ordnung war und Fußwege und Einfahrten lediglich ein druchschnittliches Alter von 8 Jahren hatten, kaum Abnutzung vorlag. Sie waren somit nahezu neuwertig. Allerdings besagt das Straßengesetz Sachsen-Anhalt im § 9,1,:
“Die Straßenbaulast umfaßt alle mit dem Bau und der Unterhaltung der Straßen zusammenhängenden Aufgaben.”
Dazu gehört unzweifelhaft auch die Straßenentwässerung. Deshalb kann bei grundhaftem Ausbau einer Kreisstraße die Straßenentwässerung nicht zu Lasten der Gemeinde, schon gar nicht der Bürger, gehen. Ergänzend dazu heißt es in der Ortsdurchfahrten-Richtlinie des Bundes, welche auch in Sachsen-Anhalt angewendet wird, im Kapitel III, Absatz 14:
“Die Oberflächenentwässerung gehört zur Straßenbaulast. …incl. aller Rinnen, Straßeneinläufe und Leitungen.”
Kostenbeteiligungen der Gemeinde sind nur möglich, wenn Oberflächenwasser anderer gemeindlichen Straßen, Plätze und Flächen GEBÜNDELT zugeführt wird. Für die Entwässerung der Gehwege, die dazu noch gepflastert Wasser versickern lassen, ist somit die Kostenbeteiligung ausgeschlossen.
2. Der Neubau der gemeindlichen Gehwege (wobei der dorfauswärtsseitige nicht wieder errichtet wurde, also verlustig ging) erfolgte ebenfalls nur wegen der Fahrbahnerneuerung (Niveauanpassung). Deshalb können hierfür auch nicht die Gemeinde, noch weniger die Anlieger, herangezogen werden. Oben genannte OD-Richtlinie sagt dazu im Kapitel III, Absatz 12 (2) aus:
“Hat aber eine Gemeinde ihre Gehwege … in der Ortsdurchfahrt bereits angelegt und wird aus Anlaß eines Ausbaus der Fahrbahn… auch eine Änderung des Gehweges erforderlich, so hat der Bund (hier Baulastträger Landkreis) als Veranlasser die Kosten der Wiederherstellung des verdrängten Gehweges … zu tragen.”
3. Die Ermittlung des Abrechnungsgebietes ist fehlerhaft. Es sind einerseits zur Kostenumlage Flächen einbezogen worden, die nicht umlagefähig sind (z. Bsp. Flächen ohne Zufahrt zu den Verkehrsanlagen), und andererseits fehlen z. Bsp. gewerblich genutzte Flächen (wie DB oder Envia).
4. Die Anlieger sind vor Beauftragung der Baumaßnahme, für die sie in die Kostenpflicht genommen werden sollen, gemäß KAG § 6d zu beteiligen. Da dies unterblieben ist, besteht ein weiterer Herabsetzungsanspruch der Beitragspflichtigen.
Da die Begründungspunkte 1 und 2 die Kostenbeteiligung der Anlieger generell ausschließen, wird vorerst von einer weiteren Untersetzung der Punkte 3 und 4 abgesehen.
Mit freundlichen Grüßen
Vom Topp-Gucker natürlich nicht, sondern vom jeweiligen Zahlungsunwilligen. (Wer obiges Schreiben so nicht kopieren kann, bitte eine mail senden oder sich die Kopie im Hufeisen abholen.) Dem Teucherner-Topp-Gucker fällt dazu nur noch seines Großvaters über dessen Schreibtisch angebrachter Spruch ein:
“Das Leben ist ein Kampf – Siege!”
Wieder einmal Zahltag in Krauschwitz?
In den letzten Jahren haben sowohl der Altkreis Weißenfels als auch der neue Burgenlandkreis viel Gutes an den Verbindungsstraßen in und zu unserem Dorf vollbracht. Neue Decken aufgebracht und teilweise grundhaft ausgebaut. Letzteres sollte auch in der Ortslage Kistritz geschehen. Der Haken dabei: Diesen Beitrag weiterlesen »
Krössulner Weinachtsmarkt 2011
Auch dieses Jahr, da soll’s nicht fehlen zum Weihnachtsmarkt das Sinngedicht.
Ich mach’s ja gern, muß mich nicht quälen. Nur aufsagen geht diesmal nicht.
Der Katarrh hat mich geschlagen, so geht das mit dem Reden schlecht.
Genüßlich wird sich mancher sagen: Haha, geschieht dem Krepel recht!
Muß endlich er die Schna…bel halten, zur Weihnachtszeit tut das ganz gut.
Denn – harte Wirklichkeit kann spalten. Doch heute nun das Kriegsbeil ruht. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Hexenjagd geht weiter
In einem Gedicht hatte ich den Begriff der ‘Antifa-Krake’ gebraucht, die alles umschlingt und durchdringt. Offenbar ist er mehr als zutreffend, wenn man den heutigen MZ-Artikel liest über den K(r)ampf in Teuchern gegen den pösen Nazi, der im Kirchenchor singt. Getreu dem Beispiel, wie der Kreisrat auf NPD-Mandat und Schornsteinfegermeister Battke als Jugendtrainer aus dem Sportverein Laucha gedrängt wurde, soll ich hier als “Nazi” aus dem Kirchenchor entfernt werden, damit die Teucherner kleine Welt wieder heil ist. Dem Erzählen nach sollen so oder ähnlich vor bald 80 Jahren die Juden aus dem öffentlichen Leben der Städte und dann ganz verdrängt worden sein. Was damals der Judenstern war ist heute offensichtlich der Titel “Nazi”. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Wohlfahrt der Arbeitenden
liegt natürlich der Arbeiterwohlfahrt am Herzen. Grundsätzlich ja, jedoch ist der Antifa-Mainstream oder genauer -Block dominanter. Es war eigentlich schon eher damit zu rechnen, aber nunmehr ist das Ausschlußverfahren gegen mich in Gang gesetzt worden. Der entsprechende Antrag an die Schiedskommission soll jedoch nicht unbeantwortet bleiben – der Klarheit wegen, insbesondere auch für die AWO-Mitglieder in und um Hohenmölsen herum. Darum nachstehend meine Widerrede den Interessenten zur Kenntnis: Diesen Beitrag weiterlesen »
Teuchern – Suchet der Stadt Bestes!
Tut dies heut noch jemand? Unter obiger Hauptüberschrift hatte der letzte Inhaber einer Pfarrstelle in der bald tausend Jahre währenden christlichen Geschichte der Stadt Teuchern – Klaus Bretschneider – ein Diskussionsforum zum Reformationstag ins Leben gerufen: die jährlichen Rathausgespräche. Über jeweils aktuelle, Kirche, Stadt und Gesellschaft betreffenden Themen kamen Persönlichkeiten aus Kirche und Staat mit der Bürgerschaft ins Gespräch. Kein Ministerpräsident der vergangenen 15 Jahre, der nicht in Teuchern gewesen wäre. Diesen Beitrag weiterlesen »
Zahlen müssen immer die Anderen…
- selten die Verursacher. Ist dies ein Indiz für wachsende Dekadenz unseres Gesellschaftssystems? Kürzlich fiel ja mal das Wort von der “spätrömischen”. In der ‘großen’ Politik hat man sich schon dran gewöhnt, aber auch hier unten im Alltagsleben ist dies Prinzip schon längst usus – nur – mitunter nicht auf den ersten Blick erkenntlich: Diesen Beitrag weiterlesen »
Der Druck der Straße…
So beschreibt die MZ den schnellen Erfolg der Bürger von Insel, die beiden ‘armen’ Sexualstraftäter loszuwerden. Potentielle neue Opfer wären ja in ihrem Sinne auch keine Betroffenen, sondern nur die Täter. Diese werden sicher gut in der anonymen Großstadt unterkommen. Am besten geeignet wäre wohl ein Migrantenstadtviertel, wo die Bewohner den eventuellen Wiederholungsfall dann gleich auf traditionelle Weise regeln. Auch recht risikolos, denn seitens deutscher Justiz würde solch eigenständiges Handeln sicher nicht groß angekreidet, da ja unsre Gerichte auch bei anderen Vergehen unserer Gäste deren Kulturbereicherungsfaktor berücksichtigen und ihre meist sehr archaischen Traditionen mit hohen Urteils-Rabatten belohnen. Ich bin überzeugt, diese Aussichten sind der beste Schutz vor Rückfall! Diesen Beitrag weiterlesen »
