Zwangsläufiges:
Wenn ich Nazi bin, nur weil ich mit Leib und Seele für Deutschland einstehe, dann bin ich stolz, ein Nazi zu sein!

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"Niemals darf ein Mensch, ein Volk wähnen, das Ende sei gekommen. Güterverlust läßt sich ersetzen; Über anderen Verlust tröstet die Zeit; Nur ein Übel ist unheilbar: Wenn ein Volk sich selbst aufgibt." Johann Wolfgang von Goethe

Teuchern – leere Kasse?

Nun, die Wirklichkeit holt uns ein: Von Stadt- und Ortschaftsräten wird permanent verlangt, die Steuern und Elternbeiträge anzuheben, denn die neue Stadt Teuchern schafft sonst den Haushaltsausgleich nicht. Das heißt, die Ausgaben sind größer als die Einnahmen! Aber die Räte sind widerspenstig und sträuben sich verständlicherweise. Hinzu kommt, daß die Ortschaftsräte ja nun fast nichts mehr zu bestimmmen haben. Sie dürfen noch ihre Meinung sagen und haben vereinzelt noch Vorschlagsrechte wie bei den Straßennamen, aber selbst das wird nur nach Belieben ernst genommen.

Wer nicht erhöhen will, soll Vorschläge machen, wie wir anderweitig zu Geld kommen können – ansonsten den Rand halten und zustimmen!

Da fällt nun manch einem sicher ein, daß wir erst in der letzten Gemeinschaftsausschußsitzung kurz vor Jahresende noch schnell beschlossen hatten, die Gehälter der Spitzenkräfte im Teucherner Rathaus anzuheben. Einige besonnene Ausschußmitglieder hatten allerdings gewarnt, angesichts des sich abzeichnenden finanziellen Debakels keine teuren Fakten zu schaffen, das heißt Personalkostenerhöhungen um mehrere Tausend Euronen vorzunehmen, um es dem zukünftigen Stadtrat nicht noch schwerer zu machen. Deartige teure Entscheidung sollte man diesem selbst überlassen, da er es ja dann auch bezahlen müßte.

Aber die Rufe verhallten ungehört und die Mehrheit stimmte für die Erhöhung. Da fällt mir nun an dieser Stelle ein, daß es ja nur gerecht wäre, wenn auch vorzugsweise die finanziell Begünstigten und ihre Fürsprecher im damaligen Ausschuß, die ja auch heute noch politisch bestimmend sind, nun zu allererst die entsprechenden Vorschläge bringen sollten, woher und wie die Defizite ausgeglichen werden können. Möglichst erst mal nicht auf Kosten der kleinen Leute und der Eltern!

Es ist eigentlich wie mit der privaten Haushaltskasse: Wenn man etwas ausgeben will, muß man auch wissen und organisieren, wo das Geld dazu herkommen soll. Da kann man’s ja auch nur schlecht dem Nachbarn aus der Tasche holen – meint zumindest der Teucherner Topp-Gucker.

5 Kommentare zu „Teuchern – leere Kasse?“

  • Thomas:

    Da kann man sich nur mit Tränen in den Augen zustimmen. Eigentlich müsste jedem Klar sein, dass man kein Geld ausgeben kann, wenn die Kasse leer ist, nur für Staaten scheint das nicht zu gelten. Dabei würde man viel mehr Geld zur Verfügung haben, wenn man keine Staatsschulden zahlen müsste. Ein solider Haushalt wird wohl aber weiter nur eine Vision bleiben.

  • Rainer:

    Wir sollen immer mehr an der Spaarschraube drehen und unsere Regierung verschenkt das Geld in alle Welt, oftmals sogar ohne eine Gegenleistung, obwohl die Staatsverschuldung immer weiter ansteigt. Hier geht alles immer mehr den Bach herunter. Irgend wann muß doch endlich jemand die Handbremse ziehen.

    • Hans Püschel:

      Die Regierung verschleudert das Geld IMMER OHNE GEGENLEISTNG – das ist das Bittere! Und wir holpern über kaputte Straßen, müssen für Abwasseranschlüsse Wahnsinnsbeträge bezahlen, für Kita usw. Und es wird niemand die Handbremse ziehen – das ist das Deprimierende! Die Handbremse ziehen kann nur der Wähler – und der hofft, daß alles beim sicheren Alten bleibt und wählt die Alten, die er immer gewählt hat, weil er Angst hat vor Veränderung. Und dabei läßt er unsre Zukunft verkaufen und das Land fremdüberfluten…

  • Rainer:

    Herr Püschel, was würde den passieren wenn sich die Gemeinde- oder Ortschaftsräte gegen diese drastischen Sparmaßnahmen aussprechen würden?
    Kommt dann eine Zwangsverwaltung in Frage? Was würde dies bedeuten?

    • Hans Püschel:

      So schnell kommt keine Zwangsverwaltung.
      Außerdem sollte man zunächst sparsam wirtschaften, d.h. Kosten sparen: Zum Beispiel keine teuren Untersuchungen machen lassen, wie bei den Gemeindearbeitern gespart werden kann. Dafür sollte genug Sachverstand im Hause vorhanden sein. Auch sollte man erst mal genauer hinschauen, was sich alles so mit der Einheitsgemeinde kostensteigernd verändert hat. Da ist der Stadtrat gefordert.
      Und dann hat Krauschwitz immer den Weg beschritten, das Produktionskapital höher zu besteuern und nicht die Einwohner. Wir haben also hohe Gewerbesteuern von unseren Windmühlen und relativ hohe Hebesetze bei der Feldsteuer, weil mit unseren guten Böden von den Eigentümern ordentlich Geld verdient wird. Früher hat das halbe Dorf davon gelebt – heute muß deshalb auch ein Brosamen von dem Reichtum im Dorf bleiben und nicht nur in alle Welt abfließen.
      Mit diesen beiden wichtigen Einnahmequellen konnten wir z.Bsp. die Elternbeiträge und Gebäudesteuern niedrig halten. Natürlich auch durch einen effizienten Kita-Betrieb. Sparsames Wirtschaften ist halt immer die Grundlage gewesen.
      Wie zu Hause eben…

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© 2011 Hans Püschel